BabySignal beim Fachtag “Im Dialog – Frühkindliche Sprachbildung in Niedersachsen”

Neben der Vorstellung der Landes- und Bundesprogramme zur Sprachbildung und Sprachförderung durch das Kultusministerium präsentieren sich regionale Konzepte einzelner Kindertageseinrichtungen aus Niedersachsen auf der Ideenmesse. Bei dem sog. „Speed Networking“, können pädagogische Fachkräfte in kurzen, intensiven Gesprächen an 35 Ständen Konzepte zur Sprachförderung einzelner Krippen und Kitas kennenlernen. Das Ziel dieser Veranstaltung ist eine Vernetzung guter Ideen und Ansätze, um sich gegenseitig im Bereich der Sprachbildung- und förderung zu inspirieren.

Am Stand Nummer 16 präsentieren zwei babySignal-Seminarleiterinnen in Zusammenarbeit mit der Fachberaterin Marion Buß die Idee „mit den Händen sprechen“. Die Fachberaterin der Kindertagesstätten arbeitet seit 2017 mit babySignal zusammen und ist von den Vorteilen überzeugt.

Frau Buß, wie kam es zu dieser Zusammenarbeit mit babySignal?

“Eine Mitarbeiterin hat den Impuls zum Einsatz von Gebärden bei uns nach einer Fortbildung bei babySignal gesetzt. Ein weiteres Schnupperseminar hat dann so viel Interesse bei allen anderen Fachkräften ausgelöst, dass wir mittlerweile die „spielerische Sprachentwicklung mit Gebärden“ als Baustein im Fortbildungsprogramm aufgenommen haben.”

Warum ist es wichtig für Sie, die Arbeit mit Gebärden zu präsentieren?

“In Niedersachsen wurde zum 1.8.2018 die Sprachförderung zurück in die Zuständigkeit der Kitas gegeben. Die bisherigen Programme, die in der Sprachförderung eingesetzt wurden, sind zum einen eher schulisch geprägt und zum anderen nicht eindeutig wirksam. Wenn Kinder von Anfang an ganzheitlich in ihrer Sprachbildung unterstützt werden, der Körper mit eingesetzt und Sprache mit Leben gefüllt wird, wird das Lernen leichter. Mir ist es wichtig, babySignal als Chance zu sehen, die Sprachbildungs- und Sprachförderansätze mit mehr Freude und Leichtigkeit zu beleben, aber auch den fachlichen Wert weiterzutragen.”

Was begeistert Sie an Gebärden?

“Wir haben schnell festgestellt, dass der Einsatz von Gebärden hilfreich ist für die sprachliche Unterstützung von nicht deutschsprachigen Kindern unterschiedlichen Alters ist. Wir fangen langsam an und beginnen Gebärden beim Singen und in spezifischen Alltagssituationen einzubauen. Meine Überzeugung dabei ist: Dinge, die begeistern, wachsen mit Leichtigkeit von alleine nach!”

Ist es wichtig für Sie, dass wir bei babySignal Gebärden aus der Deutschen Gebärdensprache verwenden?

“Wichtig ist, dass man sich einheitlich auf eine Sprache verständigt, da ansonsten der Erfindungsreichtum wächst und für viel Verwirrung sorgt. Es gibt sicherlich international unterschiedliche Gebärden, die ihre Anerkennung haben. Dennoch sollte auf einem System aufgebaut werden, damit Kinder nicht in Schwierigkeiten geraten, wenn sie je nach Ort oder Personen unterschiedliche Gebärden vorfinden, diese wirken dann nicht mehr unterstützend, sondern verunsichernd!”

Alle Informationen auf einen Blick:

Fachtagung Im Dialog – Frühkindliche Sprachbildung in Niedersachsen
Wann: Do, 6. September 2018, 9:00 – 16:00 Uhr
Wo: Hannover Congress Centrum (HCC)